Die Autonome Gemeinschaft Madrid hat laut den fünf führenden internationalen Ratingagenturen die höchste Bonitätsstufe erreicht, die spanischen autonomen Gemeinschaften offensteht: Standard & Poor’s, Moody’s, Fitch, DBRS und Scope. Als letzte hob Scope Ratings die Bewertung auf A+ mit stabilem Ausblick an.
Die Bewertung wird durch das Länderrating Spaniens begrenzt: Eine autonome Gemeinschaft kann nicht höher eingestuft werden als der Staat.
Die Einschätzung von Scope
Scope bewertete das eigenständige Kreditprofil Madrids mit 84 von 100 Punkten und damit höher als das anderer autonomer Gemeinschaften. Zu den Stärken zählen laut der Agentur eine wohlhabende und diversifizierte Wirtschaft, ein etablierter Zugang zu den Kapitalmärkten, ein günstiges Schuldenprofil, solide Liquiditätsreserven und eine gute Haushaltslage.
Nach Einschätzung von Scope sinkt die Verschuldung Madrids weiter und liegt unter dem Durchschnitt der autonomen Gemeinschaften. Die Agentur hob außerdem die Verwaltungskapazitäten der Region und ihre Tradition einer umsichtigen Finanzpolitik hervor.
Wirtschaft und Beschäftigung
Das Pro-Kopf-BIP Madrids lag 2024 um 37 % über dem spanischen Durchschnitt. Ende 2025 betrug die Arbeitslosenquote 7 %. Scope verwies zudem auf das Bevölkerungswachstum und die Dynamik des Arbeitsmarkts als Stützen des sozialen Profils der Region.
Madrid zieht auch internationale Unternehmen an. Mehr dazu in unserem Beitrag über ausländische Investitionen in Madrid.
Die autonome Gemeinschaft deckt ihren Finanzierungsbedarf über die Kapitalmärkte und den Bankensektor, ohne die Liquiditätsmechanismen der Zentralregierung zu nutzen.


