Der stellvertretende Vorsitzende des Tourismusverbands Exceltur, José Luis Soreda, sagte gegenüber TASS, dass der spanische Tourismussektor die Behörden auffordert, die Möglichkeit des Abschlusses bilateraler Abkommen mit der Russischen Föderation in Betracht zu ziehen, um den Zustrom russischer Touristen in das Königreich wiederherzustellen Sommer. Darüber hinaus ist es möglich, solche Vereinbarungen auch dann zu erreichen, wenn eine Einigung auf europäischer Ebene nicht möglich ist. Eine genaue Prognose, wann russische Touristen nach Spanien zurückkehren können, machte Soreda allerdings nicht. Jose Luis Soreda wies darauf hin, dass Touristen aus der Russischen Föderation in Spanien sehr willkommen seien und die wichtigste Aufgabe darin bestehe, das Image des Königreichs als sicheres Urlaubsland im Hinblick auf die Hygiene zu schaffen. In diesem Zusammenhang betonte er, wie wichtig es sei, das Impftempo der Bevölkerung zu erhöhen und die Idee von Impfbescheinigungen zu entwickeln, die die Möglichkeit zum Reisen bieten. Er wies darauf hin, dass die Idee solcher Zertifikate „von grundlegender Bedeutung“ sei und dass sie zunächst in den Schengen-Ländern sowie auf wichtigen Märkten eingeführt werden sollten, zu denen er den russischen Markt zählte. Sollte eine Einigung auf europäischer Ebene nicht möglich sein, erwägt Spanien gleichzeitig den Abschluss bilateraler Abkommen mit einer Reihe von für Spanien aus touristischer Sicht wichtigen Ländern wie Russland, Großbritannien und den USA Vereinigten Staaten für die rasche Wiederherstellung der Touristenströme. Allerdings verzichtete Soreda darauf, genaue Prognosen zur Rückkehr russischer Touristen in das Königreich abzugeben. Er betonte lediglich, dass der spanische Tourismussektor beabsichtige, der Regierung des Landes die Forderung zu übermitteln, „keine Sekunde zu verschwenden“, um die Grenzen für russische Touristen so schnell wie möglich zu öffnen. „Spanien kann sich keinen weiteren Sommer ohne Touristen leisten“, sagte Soreda. Im Jahr 2020 erlitt der spanische Tourismussektor, eine der Säulen der Wirtschaft des Landes, Verluste von mehr als 100 Milliarden Euro: Das Land wurde von 77,3 % weniger Touristen besucht als 2019. Und gleichzeitig gaben Touristen in Spanien 78,5 % weniger aus als ein Jahr zuvor. Experten zufolge wird die Branche frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2022 wieder das Niveau vor Beginn der Pandemie erreichen können.

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