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Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat vorgezogene Parlamentswahlen angekündigt. Die Abstimmung findet am 29. November 2026 statt – rund sieben Monate früher als nach dem regulären Zeitplan der Legislaturperiode vorgesehen.
Sánchez gab seine Entscheidung am 5. Oktober im Rahmen einer institutionellen Erklärung im Moncloa-Palast bekannt. Das Dekret zur Auflösung der Cortes Generales und zur Ausrufung der Wahlen soll am 6. Oktober im spanischen Staatsanzeiger BOE veröffentlicht werden. Damit beginnt offiziell der Wahlprozess.
Die Entscheidung fällt nur wenige Tage, nachdem der Kongress zwei Regierungsdekrete zur Regulierung des spanischen Immobilienmarktes abgelehnt hatte. PP, Vox und Junts stimmten gegen die Maßnahmen. Der Verlust der parlamentarischen Unterstützung verdeutlichte erneut die Schwierigkeiten der Regierungskoalition, wichtige Vorhaben durch das Parlament zu bringen.
Sánchez erklärte in seiner Ansprache, nun sei der Zeitpunkt gekommen, an dem die Spanier darüber entscheiden sollten, welche Zukunft sie für ihr Land wünschen.
Wann finden die Wahlen in Spanien statt?
Mit der offiziellen Wahlankündigung beginnt der gesetzlich geregelte Wahlkalender. Die Parteien können ihre Kandidatenlisten zwischen dem 21. und 26. Oktober einreichen.
Der offizielle Wahlkampf beginnt am 13. November. Am 23. November dürfen letztmals Wahlumfragen veröffentlicht werden. Am 28. November findet der Tag der Wahlruhe statt, bevor die Spanier am Sonntag, dem 29. November, ihre Stimmen abgeben.
Nach der Wahl beginnt die Konstituierung des neuen Kongresses und des Senats. Die neuen Parlamentskammern müssen spätestens am 24. Dezember zusammentreten.


