Die Prognosen der Experten für 2016 sind etwas besser als noch vor einem halben Jahr. So liegt das BIP-Wachstum Spaniens nun bei 2,8 %, während Ökonomen im November letzten Jahres ein Maximum von 2,7 % vorhergesagt hatten. Gleichzeitig ist die Prognose für 2017 nicht so optimistisch; der prognostizierte Wert wurde von 2,5 % auf 2,3 % gesenkt. Günstige Preise für Rohstoffe und Kraftstoffe sowie die derzeit von der Regierung verfolgte günstige Finanzpolitik stimulieren den starken Konsum. Damit wächst die Wirtschaft schneller als erwartet. Experten betonen jedoch, dass sich die Situation im Jahr 2017 ändern wird. Die Hauptaufgabe Spaniens besteht heute darin, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Laut OECD-Daten lag die Zahl der Arbeitslosen im Jahr 2015 bei 22,1 %, in diesem Jahr soll diese Zahl auf 19,8 % sinken und im Jahr 2017 18,4 % erreichen. Das Königreich gehört weiterhin zu den drei Ländern mit der höchsten Arbeitslosenquote unter den EU-Ländern. In Griechenland beträgt dieser Wert 23,2 %, in Portugal 11,5 %, während dieser Wert im europäischen Durchschnitt um 9,8 % schwankt. [dieser Ort] Viele Experten achten andererseits auf die politische Instabilität in Spanien und ihre negativen Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum sowie auf das Haushaltsdefizit der spanischen Regierung. Im Jahr 2015 betrug das staatliche Haushaltsdefizit 5,1 % des BIP und lag damit deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 4,2 %. In diesem Jahr soll dieser Wert auf 3,7 % sinken. Allerdings sind OECD-Experten aufgrund der niedrigen Inflation nicht zuversichtlich, dass Spanien das 2,5-Prozent-Ziel im nächsten Jahr erreichen wird. Trotz vieler negativer Faktoren schreitet die Wirtschaft des Staates im Allgemeinen voran. Die effektivsten Sektoren im Königreich sind Tourismus und Immobilien. Was sind Ihre persönlichen Prognosen für die Zukunft Spaniens?


