Die Sozialistische Arbeiterpartei Spaniens (PSOE) hat sich der Liste der politischen Parteien angeschlossen, die vorschlagen, das Verfahren zur ausdrücklichen Räumung von Wohnungseinbrechern innerhalb von 48 Stunden gesetzlich zu genehmigen. Zuvor brachten die Oppositionsparteien VOX und PP sowie die katalanische PdeCat die gleiche Initiative, doch nun ist die Wahrscheinlichkeit der Verabschiedung eines entsprechenden Gesetzes deutlich gestiegen. Gemäß der von der PSOE vorgeschlagenen Änderung von Artikel 544 der Strafprozessordnung können Richter das „Okupas“-Räumungsverfahren innerhalb von maximal 48 Stunden nach Erhalt einer Erklärung des Eigentümers oder eines Polizeiberichts einleiten. Für den Fall, dass es sich bei den Usurpatoren um Familien mit minderjährigen Kindern, von sozialer Isolation bedrohte Personen oder Vertreter der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen handelt, wird sich das Gericht an die Sozialschutzbehörden und die Staatsanwaltschaft wenden, um entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Das Amortisationsproblem ist eines der dringendsten in der modernen spanischen Gesellschaft. Zusätzlich zu der Tatsache, dass sie den Eigentümern von Wohnimmobilien einen erheblichen finanziellen Schaden zufügen, bereitet auch die lange Verhandlungszeit vor Gericht Kopfzerbrechen. Nach Angaben des Generalrats der Justiz (CGPJ) dauert dies durchschnittlich 18 Monate, und dieser Zeitraum verlängert sich schrittweise. Während der gesamten Aufenthaltsdauer ungebetener Gäste müssen die rechtmäßigen Eigentümer für die Nebenkosten aufkommen und nach der Räumung der Bewohner häufig kostspielige Reparaturen durchführen.