Der zusammengesetzte PMI für den Euroraum lag im August 2026 bei 52 Punkten und damit auf demselben Niveau wie im Juli. Der endgültige Wert lag 0,1 Punkte unter der vorläufigen Schätzung. Ein Wert über 50 signalisiert eine Zunahme der Geschäftstätigkeit. Das Ergebnis deutet daher darauf hin, dass sich die Wirtschaft im gleichen Tempo weiter ausweitete. Der Index blieb auf dem höchsten Stand seit acht Monaten und lag nahe seinem langfristigen Durchschnitt von 52,3 Punkten.

Die stärksten Zuwächse der Geschäftstätigkeit wurden in Spanien und Italien verzeichnet. In Deutschland verbesserten sich die Werte, das Wachstum blieb jedoch moderat. In Frankreich ging die Geschäftstätigkeit dagegen den achten Monat in Folge zurück.

Beschäftigung steigt erstmals seit Jahresbeginn

Im August nahm die Beschäftigung im privaten Sektor des Euroraums erstmals im Jahr 2026 zu. Dazu trugen steigende Umsätze bei. Die Unternehmen meldeten außerdem eine bessere Entwicklung bei den Neuaufträgen.

Die Industrie gewann weiter an Dynamik, während der Dienstleistungssektor nach der Abschwächung infolge des Energiepreisanstiegs zu Beginn des Konflikts im Nahen Osten wieder wuchs. Insgesamt stützten die Augustdaten die Erwartungen eines stabilen Wirtschaftswachstums im Euroraum im dritten Quartal.

Der Preisdruck bleibt spürbar

Die Kosteninflation bei Rohstoffen und anderen Vorleistungen schwächte sich im August leicht ab. Das Tempo der Verkaufspreiserhöhungen blieb dagegen auf dem Niveau vom Juli. Der Preisdruck hielt dennoch an: Im Dienstleistungssektor stiegen sowohl die Kosten als auch die Verkaufspreise so stark wie seit drei Monaten nicht mehr.

Nach Einschätzung des Wirtschaftsanalyseteams von S&P Global könnte die Kombination aus robuster Geschäftstätigkeit und anhaltender Inflation für eine straffere Geldpolitik sprechen.

Die EZB hat die Leitzinsen bereits angehoben

Nach der Veröffentlichung des August-PMI erhöhte die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte. Die neuen Zinssätze traten am 16. September 2026 in Kraft. Der Entscheidung gingen eine Bewertung der Inflationsrisiken und eine aktualisierte Preisprognose voraus.

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