Die durch die Coronavirus-Pandemie ausgelöste Gesundheits- und Wirtschaftskrise hat den Tourismussektor Spaniens hart getroffen. Am meisten litt das Hotelsegment sowie das Geschäft mit der Vermietung von Touristenapartments . Um ihr Einkommen nicht völlig zu verlieren, begannen viele Eigentümer, ihre Häuser langfristig zu vermieten. Es gibt jedoch auch diejenigen, die weiterhin auf Touristenwohnungen setzen und gleichzeitig ihr Kundenprofil ändern: Jetzt konzentrieren sie sich nicht mehr auf gewöhnliche Touristen, sondern auf die sogenannten digitalen Nomaden – digitale Nomaden, also diejenigen, die aus der Ferne arbeiten – über die Internet. Die Pandemie hat viele Unternehmen dazu gezwungen, ihre Mitarbeiter nach Möglichkeit ins Homeoffice zu versetzen. Durch diese Maßnahme können wir das Infektionsrisiko auf ein Minimum reduzieren und Arbeitsplätze erhalten. Im Gegenzug gewannen die Eigentümer von Touristenapartments neue Kunden. Dies erklärt Guillermo Martinez, CEO von Minty Host, einem Unternehmen, das Touristenapartments in Madrid, Malaga und Sevilla verwaltet. Martinez weist außerdem darauf hin, dass Geschäftsreisen und Medizintourismus ebenfalls dazu beigetragen haben, den Tourismusvermietungssektor am Leben zu halten. Beispiele hierfür sind der Zustrom von Fachkräften in Sevilla im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Amazon-Logistikzentrums und in Madrid im Zusammenhang mit dem Umbau des Santiago-Bernabéu-Stadions. Für diese Kunden kommt es vor allem auf eine gute Internetverbindungsgeschwindigkeit in der Wohnung und die Verfügbarkeit von ausreichend Platz für die Organisation eines Arbeitsplatzes an.


