In den kommenden Jahren steht der Madrider Metro die bislang größte Erweiterung bevor. Nach dem neuen Projekt soll das Netz um 32 Kilometer in Richtung Las Tablas, Móstoles und Leganés verlängert werden.

Verlängerung der Linie 10 nach Móstoles

In Móstoles wird die Linie 10 von Puerta del Sur aus um 6,5 km verlängert und mindestens sechs neue Stationen erhalten. Nach Angaben der Regierung der Autonomen Gemeinschaft Madrid werden rund 1,05 Milliarden Euro in das Projekt investiert. Dadurch wird die Gemeinde an eine der wichtigsten Metro-Linien angeschlossen, die täglich von rund 300.000 Fahrgästen genutzt wird.

Die Erweiterung schafft neue Mobilitätsmöglichkeiten und eine direktere Verbindung mit Madrid und dem übrigen öffentlichen Verkehrsnetz. Laut Zeitplan sollen Studien und Projektplanung zwischen 2027 und 2029 erfolgen, während die Bauarbeiten für 2030 bis 2034 vorgesehen sind.

Verlängerung der Linie 11 in Leganés

In Leganés wird die Generaldirektion für Infrastruktur des Ministeriums für Wohnungsbau, Verkehr und Infrastruktur die Möglichkeit prüfen, die Linie 11 von La Fortuna bis Poza del Agua zu verlängern. Damit soll die Entwicklung der künftigen großen diagonalen Metro-Verbindung Madrids vorangetrieben werden.

Die Erweiterung soll mehrere Gemeinden und Stadtteile miteinander verbinden und direktere Strecken zwischen verschiedenen Teilen der Autonomen Gemeinschaft Madrid ermöglichen. Die Untersuchungen sollen im September dieses Jahres durch eine Änderung des bestehenden Vertrags beginnen.

Linie 1 wird bis Las Tablas verlängert

Außerdem wurde die Verlängerung der Linie 1 bis Las Tablas angekündigt. Dafür sollen ein neuer Tunnel von rund 1,5 km Länge und bis zu zwei neue Stationen gebaut werden.

Die Regionalregierung schätzt die Investitionen auf etwa 150 Millionen Euro. Studien und Projektentwicklung sind für 2027–2028 vorgesehen, die Bauarbeiten für 2030–2032.

Erweiterung der Stadtbahn in Boadilla del Monte

Hinzu kommt die Verlängerung der Stadtbahnlinie 3 bis Valenoso in Boadilla del Monte. Das Projekt umfasst 1,5 km zweigleisige Strecke, zwei oberirdische Haltestellen und eine Endstation.

Für den Bau der Infrastruktur sind 25 Millionen Euro vorgesehen. Dadurch soll ein schnell wachsendes Gebiet der Gemeinde besser an den öffentlichen Nahverkehr angebunden werden. Für die Umsetzung der Erweiterung müssen die Bedingungen des bestehenden Konzessionsvertrags an die neue Strecke und das höhere Fahrgastaufkommen angepasst werden. Nach vorläufigen Schätzungen wird dieser Prozess etwa ein Jahr dauern.

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