Experten zeigen sich zuversichtlich, dass der Immobilien- und Bausektor am widerstandsfähigsten gegen die Wirtschafts- und Gesundheitskrise aufgrund von Covid-19 sein wird. Ausnahmen bilden lediglich bestimmte Marktsegmente, etwa die Hotellerie und der Einzelhandel. Viele Experten sind sich einig, dass der Immobiliensektor rund 2 Millionen Arbeitsplätze schaffen wird, wenn die Krise vorbei ist. Das Portal El Economista hat die Meinungen der wichtigsten Experten der Immobilienbranche zusammengetragen, und die meisten von ihnen stimmen in ihren Prognosen in diesem Bereich überein. Juan Antonio Gómez-Pintado, Präsident des Verbands der Immobilienentwickler von Madrid (Asprima), des Verbands der Entwickler und Konstrukteure Spaniens (APCE) und Vía Ágora, erklärt, dass der Wohnungssektor ein großes Potenzial für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und hat wird dies viel schneller tun als in anderen Branchen. Gómez-Pintado geht davon aus, dass Arbeitnehmer aus dem Tourismus- und Dienstleistungssektor in die Region strömen werden, Branchen, die von der Gesundheitskrise schwer getroffen wurden. Ignacio de la Torre, Ökonom und Chef von Arcano Partners, stimmt seinem Kollegen zu. Er fügt hinzu, dass der Immobilien- und Bausektor vor Beginn der Coronavirus-Pandemie noch nicht das Aktivitätsniveau von 2005-2006 erreicht habe. In diesem Zusammenhang glaubt er, dass der Sektor nach dem Ende der Gesundheitskrise zu einem echten Beschäftigungsmotor in Spanien werden wird. Gleichzeitig betont der Experte, dass hierfür eine enge Zusammenarbeit zwischen privatem und öffentlichem Sektor erforderlich sei. Seit Beginn der Corona-Gesundheitskrise haben viele sie mit der Krise von 2008 verglichen, doch Experten raten dringend dazu, solche Vergleiche zu unterlassen: Es gibt sehr große Unterschiede zwischen den beiden Krisen. Heute ist das Bankensystem in einem viel gesünderen Zustand als damals und die Verschuldung ist viel niedriger, sodass wir nicht mit einer Krise im gleichen Ausmaß wie vor zwölf Jahren rechnen können. Daniel Caballero, Leiter der Immobilienabteilung der CaixaBank, ist zuversichtlich, dass sich der Immobiliensektor schneller erholen wird als andere Wirtschaftszweige. „Dies ist ein Sektor mit einer sehr stabilen Basis“, bemerkt Caballero. Experten sind außerdem der Meinung, dass die Ankurbelung der Nachfrage der Schlüssel zur Erholung des Sektors sein wird. „Man muss nichts Neues erfinden, man muss nur aus den Erfahrungen anderer Länder lernen, die bereits Maßnahmen zur Reaktivierung der Nachfrage ergriffen haben“, sagt Juan Antonio Gómez-Pintado. Die folgenden Artikel könnten Sie interessieren:

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