Nach Prognosen der amerikanischen Agentur S&P Global Ratings, die sich mit der Analyse der Finanzmärkte befasst, könnten die Immobilienpreise in Spanien im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 % steigen. Das Preiswachstum wird sich im Zeitraum 2023-25 fortsetzen (um etwa 4 %, 3,5 % bzw. 3,2 %), danach werden die Preise für Wohnimmobilien in Spanien allmählich sinken. Ein ähnlicher Trend ist in anderen europäischen Ländern zu beobachten, wo der durchschnittliche Preisanstieg für Wohnungen und Häuser in diesem Jahr 5 % und im nächsten Jahr 3 % betragen wird. Diese „Abkühlung“ des Immobilienmarktes ist vor allem mit einem Anstieg der Hypothekenzinsen und einer praktisch unkontrollierbaren Inflation vor dem Hintergrund sinkender Haushaltseinkommen verbunden. In Spanien stiegen die Immobilienpreise im zweiten Halbjahr 2021 sehr schnell – insbesondere in Küstengemeinden und in den Vororten von Ballungsräumen. Mit dem Ende der Covid-19-Pandemie, der Aufhebung der Reisebeschränkungen und der Rückkehr von Ausländern auf den Markt begann sich dieses Wachstum jedoch allmählich zu verlangsamen. Einen gewissen Einfluss hatte auch der Zustrom ukrainischer Flüchtlinge, von denen viele auf der Suche nach einer Unterkunft für einen dauerhaften Aufenthalt im Ausland sind. Und obwohl die Mehrheit der ukrainischen Bürger die umliegenden Länder (Polen, Rumänien, die Slowakei und die Tschechische Republik) wählt, kamen etwa 860.000 Menschen nach Deutschland, 140.000 nach Italien und 120.000 nach Spanien.

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