Während der Covid-19-Pandemie sind auf dem spanischen Wohnimmobilienmarkt mehrere neue Trends entstanden. Einer davon war die Nachfrage nach Immobilien, die für drei Zwecke gleichzeitig genutzt werden konnten: als Hauptwohnsitz, als Ferienvermietung und als Büro für Fernarbeit. Die Voraussetzungen für die Entstehung des „Drei-in-eins“-Phänomens entstanden in der zweiten Hälfte des Jahres 2020, als nach der Aufhebung der Quarantänebeschränkungen viele Einwohner Spaniens über eine Änderung ihrer Registrierung nachzudenken begannen. Zu ihren Hauptanforderungen gehörten die Lage abseits von Stadtzentren und großen Menschenansammlungen, großzügige Räumlichkeiten mit gleichen Terrassen oder Balkonen, eine gute Verkehrsanbindung, das Vorhandensein einer ausgebauten Infrastruktur und Grünflächen. Einige Käufer entschieden sich für einen Umzug, „um über die Runden zu kommen“, weil ihre Arbeitsbedingungen und familiären Umstände dies zuließen, während andere, die über ausreichende Ersparnisse verfügten, eine „Backup-Option“ für den Fall erwarben, dass die Beschränkungen wieder eingeführt würden. Die gleichen Prozesse fanden auch in einer Reihe anderer Länder statt – insbesondere in den USA, wo die Migration (auch aufgrund eines Regierungswechsels) am stärksten ausgeprägt war, und im Vereinigten Königreich. Infolgedessen entwickelte sich bei den Spaniern eine Nachfrage nach „multifunktionalen“ Objekten, und viele interessierten sich nicht für Wohnungen, sondern für Einfamilienhäuser. Im letzten Quartal 2021 stiegen ihre Verkäufe um mehr als 20 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Jahr 2020, wobei sich die Käufer am häufigsten für Kantabrien, die Kanarischen Inseln und die Balearen entschieden. Darüber hinaus ist die Nachfrage nach neuen Wohnungen gestiegen, deren Grundriss oft bereits in der Bauphase gewählt werden kann. Am stärksten stiegen die Preise im Jahr 2021 auf den Balearen (4,1 %), Murcia (2,9 %) und Asturien (2,9 %). Am weitesten verbreitet ist das „Drei-in-eins“-Phänomen in Andalusien, wo es an der Costa del Sol genügend Objekte gibt, die diesen Ansprüchen gerecht werden. Hauptabnehmer waren Vertreter der oberen spanischen Mittelschicht und Bürger nordeuropäischer Länder, von denen viele die Provinz Malaga als idealen Ort für einen dauerhaften Wohnsitz betrachten.


