Laut der Immobilien-Investmentverwaltungsgesellschaft ELIX wird Spanien in den nächsten zwei Jahrzehnten 250 Millionen Euro benötigen, um die Nachfrage nach Mietwohnungen zu decken. Das ist fast das Eineinhalbfache des Betrags, den die spanische Regierung im Haushalt 2022 für Rentenzahlungen vorgesehen hat. Derzeit leben 4,5 Millionen spanische Haushalte (24 % der Landesbevölkerung) in Mietwohnungen und -häusern, und dieser Anteil wird in den kommenden Jahren voraussichtlich auf 35 % steigen, was dem europäischen Durchschnitt entspricht. Gründe dafür sind steigende Hypothekenzinsen, Schwierigkeiten bei der Aufnahme von Hypotheken, steigende Immobilienpreise, steigende Inflation und der weltweite Trend zu zunehmender Migration. Damit die Mietnachfrage in Spanien in 20 Jahren vollständig befriedigt werden kann, sollten jedes Jahr 100.000 neue Immobilien für diese Zwecke bereitgestellt werden. Nach offiziellen Angaben wurden im Jahr 2021 108 Wohneinheiten in Betrieb genommen, von denen nur 3 % zur Vermietung vorgesehen waren. Und obwohl erwartet wird, dass diese Zahl innerhalb von zwei Jahren auf 13 % ansteigt, wird es zur Lösung des Problems notwendig sein, zusätzliche Investitionen, auch ausländische, anzuziehen.


