Trotz des schwierigen aktuellen Shutdowns blicken Unternehmen der Immobilienbranche positiv in die Zukunft: Sie rechnen mit einem baldigen Ende der Gesundheitskrise und einer darauf folgenden raschen Markterholung. Das Beratungsunternehmen Worx befragte 37 Immobilieninvestoren und 89 % gaben an, dass sie planen, bis Ende 2020 mindestens eine Transaktion abzuschließen. Gleichzeitig glauben 11 % von ihnen, dass sie aufgrund der Coronavirus-Pandemie keine einzige Transaktion stornieren werden. Zudem gibt es der Umfrage zufolge Immobiliensektoren, die nicht nur nicht verlieren, sondern sogar von der aktuellen Situation profitieren werden. Die Rede ist vor allem vom Einzelhandel im Bereich Lebensmittel, Logistik und E-Commerce. Der Studie zufolge gaben 59 % der Investoren an, den laufenden Betrieb nicht eingestellt zu haben, während 41 % zugaben, dazu gezwungen worden zu sein. Gleichzeitig sprachen 54 % davon, ihr Anlageprofil zu ändern. 62 % der Befragten glauben, dass der Markt einen Rückgang im Bereich der Vermögensbewertung erwartet, während 35 % glauben, dass es in diesem Bereich zu einer Stabilisierung sowie einer Verbesserung des Gleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage kommen wird. 3 % sind zuversichtlich, dass sich die Befragten schnell wieder auf das Vorkrisenniveau erholen werden. Laut den Erkenntnissen von Worx: „Initiierte Projekte entwickeln sich weiter, Bauunternehmen haben ihre Aktivitäten nicht eingefroren und sie haben nur mit einigen Schwierigkeiten in den Bereichen Beschaffung und Personal zu kämpfen.“ In diesem Zusammenhang haben Entwickler begonnen, einige ihrer Projekte neu zu bewerten.“ Laut einer anderen Beratungsagentur, CBRE, wurden aufgrund der Coronavirus-Pandemie nur 4 % der Gesamtzahl der geplanten Immobilienkauf- und -verkaufstransaktionen abgesagt. Im Vermietungsbereich liegt dieser Wert sogar noch niedriger – 3 %. Die Spezialisten des Unternehmens hielten ein Online-Meeting ab, bei dem sie ihre Sicht auf die Situation und positive Prognosen teilten. So erinnerte Lola Martinez, nationale Forschungsdirektorin bei CBRE, daran, dass sich das Investitionsvolumen im Immobiliensektor in Spanien im ersten Quartal 2020 auf 3 Milliarden Euro belief Indikator. Sie wies jedoch darauf hin, dass auch makroökonomische Szenarien berücksichtigt werden sollten – fast alle Länder der Welt befinden sich in einer Rezessionsphase. Was Spaniens BIP betrifft, wird es sich wahrscheinlich erst 2022 erholen, obwohl vieles von den Maßnahmen der Regierung abhängt, die die Situation entweder verbessern oder verschlechtern könnten. Was den Tourismus betrifft, gehen CBRE-Experten davon aus, dass sich dieser Sektor in Spanien aufgrund der hohen Nachfrage schneller erholen wird als in anderen Ländern. Spezialisten der größten Immobilienunternehmen wie Idealista, Gesvalt, Savills, Inviertis wiederum sind zuversichtlich, dass die aktuelle Krise „opportunistischer“ Natur ist und sich der Immobilienmarkt nach dem Ende der Pandemie sehr schnell erholen wird. Sie sind sich auch darin einig, dass die aktuelle Krise nichts mit der Krise von 2008 zu tun hat, schon allein deshalb, weil die Banken heute Teil der Lösung des Problems sind und nicht wie damals die Ursache.

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