Der spanische Ministerrat hat ein Moratorium für Hypothekenzahlungen für Menschen in einer prekären wirtschaftlichen Situation aufgrund der Coronavirus-Pandemie verhängt, was zu einer fast vollständigen Lähmung des Lebens im Land geführt hat. Die Maßnahme gilt für die erste (dauerhafte) Unterbringung von Arbeitnehmern, die keine Arbeit mehr haben, sowie für Unternehmer, die mit großen finanziellen Verlusten konfrontiert sind. Um diese Initiative nutzen zu können, müssen Familienangehörige bestimmte Voraussetzungen erfüllen: Die Hypothekenzahlung muss mehr als 35 % des Nettoeinkommens der Familie betragen, bzw. das Einkommen des letzten Monats vor Antragstellung darf nicht mehr als 300 % betragen Iprem (ein multifunktionaler Einkommensindikator, eine Art Existenzminimum in der Russischen Föderation). Die Iprem-Grenze erhöht sich für jedes Familienmitglied über 65 Jahre oder jedes Kind um das 0,1-fache. Wenn es sich um eine unvollständige Familie handelt, erhöht sich die Grenze um das 0,15-fache. Wenn die Familie Mitglieder mit einer Behinderung von mehr als 33 % hat, beträgt die Grenze 400 % Iprem.
Hilfe wird auch dann geleistet, wenn sich die finanzielle Situation der Familie erheblich verändert hat und sich der finanzielle Aufwand zur Tilgung der Hypothek (das Verhältnis der Höhe der Hypothekenzahlung zum Familieneinkommen) um mindestens das 1,3-fache erhöht hat, oder bei Einzelunternehmern, wenn es zu einem erheblichen Umsatzrückgang kam – mindestens 40 %. Während der Laufzeit des Moratoriums sind Banken nicht berechtigt, Strafen und Zinsen zu erheben und auch nicht die sogenannte „Cláusula de vencimiento anticipado“ anzuwenden, die es der Bank ermöglicht, im Falle der Nichtzahlung von Hypothekenzahlungen Forderungen zu stellen sofortige Auszahlung des gesamten Kreditbetrages. Darüber hinaus garantierte die Regierung, dass aufgrund der aktuellen Umstände kein Einwohner des Landes ohne Dach über dem Kopf bleiben werde.


