Seit dem 1. Juni ist der Kauf von Wohnraum in den Provinzen Alicante, Valencia und Castellón etwas günstiger geworden. Dies betrifft vor allem Käufer von Bestandsimmobilien, da der allgemeine Satz der Grunderwerbsteuer (ITP) von 10% auf 9% gesenkt wird, mit Ausnahme besonderer Fälle – etwa bei Transaktionen mit hohem Wert.
Wie sich die Kaufkosten ändern
Wenn eine Bestandsimmobilie beispielsweise 180.000 Euro kostet, hätte der Käufer bei einem Steuersatz von 10% 18.000 Euro Steuer gezahlt. Beim neuen Satz von 9% sinkt die Steuer auf 16.200 Euro – die Ersparnis beträgt also 1.800 Euro.
Diese Maßnahme betrifft auch Käufer von Neubauten, obwohl sich in diesem Fall die Mehrwertsteuer nicht ändert – 10%. Der allgemeine Satz der Steuer auf dokumentierte Rechtsakte (AJD) wird von 1,5% auf 1,4% gesenkt, was bei Transaktionen mit hohen Beträgen Einsparungen bedeuten kann. Um die Steuervergünstigung nutzen zu können, muss der Kaufvertrag frühestens am 1. Juni unterzeichnet werden.
Was vor der Transaktion zu beachten ist
Diese Maßnahme wird zu einem Zeitpunkt eingeführt, in dem der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses für viele Familien zu einer der größten Sorgen geworden ist – insbesondere für junge Menschen und Erstkäufer. Diese Steuersenkung allein löst weder das Problem der Preise noch den Angebotsmangel oder die Schwierigkeiten beim Zugang zu Finanzierung, sie reduziert jedoch einen Teil der Anfangskosten, die der Käufer tragen muss.
Dennoch sollte vor der Unterzeichnung des Kaufvertrags jede Transaktion sorgfältig geprüft werden. Je nach Käufertyp, Immobilienwert oder der Frage, ob es sich um den Hauptwohnsitz handelt, gibt es ermäßigte Sätze, Steuervergünstigungen und Sonderregeln. Außerdem bleibt für bestimmte hochwertige Wohnimmobilien ein erhöhter Satz bestehen, sodass nicht alle Transaktionen gleich besteuert werden.


