Laut einem von Idealista veröffentlichten Bericht stiegen die durchschnittlichen Kosten für die Anmietung von Wohnraum in Spanien in den letzten 12 Monaten um 8,5% und im Quartalsvergleich um 1,7%. Ende Dezember 2025 lagen sie bei 14,7 Euro pro Monat und pro Quadratmeter.
Angebotsknappheit und verschärfte Bedingungen
Laut Idealista-Vertretern ist „das größte Problem, mit dem der Mietmarkt derzeit konfrontiert ist, wie auch beim Preisanstieg, der Mangel an verfügbarem Angebot, was zu einem extrem starken Wettbewerb führt. Die Eigentümer der wenigen verfügbaren Objekte erhalten zahlreiche Anfragen zu ihren Wohnungen, und die Auswahl unter potenziellen Mietern ist enorm. Und natürlich geben Eigentümer stets denjenigen den Vorzug, die ihnen mehr Sicherheit bieten. Das bedeutet, dass viele Familien, die sich diese ohnehin schon sehr hohen Mieten leisten könnten, ebenfalls aus dem Kreis potenzieller Mieter ausgeschlossen werden“.
Was die Mietpreise betrifft, ist bereits klar, dass sie in den Regionen sinken, in denen sie ihr Limit erreicht haben, während sie dort, wo keine Maßnahmen ergriffen wurden, weiter steigen. Gleichzeitig schrumpft das Angebot weiter und die Bedingungen – werden verschärft. Infolgedessen befindet sich der Markt in einer Situation des Wettbewerbs unter Mietern: jenen, die von Zwangsmaßnahmen gegen Eigentümer profitieren, und jenen, die aufgrund der Anwendung dieser Maßnahmen keine Wohnung finden können.
Mietentwicklung in den Provinzhauptstädten
In allen Provinzhauptstädten sind die Mietkosten höher als vor einem Jahr, mit Ausnahme von San Sebastián, wo sie um 0,5% gesunken sind.
Am stärksten stiegen sie in Ceuta – um 17,9%, gefolgt von:
- Ciudad Real (15%),
- Zamora (14,3%),
- Lleida (14,2%)
- und Santa Cruz de Tenerife (13,6%).
Unter den großen Märkten wurde das größte Wachstum verzeichnet in:
- Madrid (9,7%),
- Alicante (8,3%),
- Sevilla (7%),
- Valencia (6,4%),
- Palma (6,4%),
- Málaga (4,7%),
- Bilbao (3,1%)
- und Barcelona (1,9%).
Barcelona ist die teuerste Hauptstadt für die Miete – 23,8 Euro/m2 pro Monat, vor:
- Madrid (22,7),
- Palma (18,3),
- San Sebastián (17,9),
- Valencia (15,9)
- und Málaga (15,8).
Die niedrigsten Mietpreise gibt es in:
- Zamora (7,6),
- Ciudad Real,
- Badajoz
- und Lugo (alle – 7,9).
25 der 50 in der Analyse berücksichtigten spanischen Hauptstädte erreichten in diesem Quartal Höchststände; darunter Valencia, Málaga und Bilbao.
Lage nach Provinzen und autonomen Gemeinschaften
Unter den spanischen Provinzen sank die durchschnittliche Miete im Vergleich zu 2024 nur in Girona – um 1,5%.
Die größten Anstiege wurden verzeichnet in:
- Lleida (16,4%),
- Ciudad Real (14,8%),
- Guadalajara (14,8%),
- Burgos (12,5%)
- und Segovia (12,4%).
In Madrid stiegen die Mieten um 10,4%, und in der Provinz Barcelona – um 2,5%.
Die Rangliste der Provinzen mit den teuersten Mieten wird angeführt von:
- Madrid (20,8),
- Barcelona (20,4),
- den Balearen (19,1),
- Málaga (16,6)
- und Gipuzkoa (16,4).
Am günstigsten kann man in Spanien mieten in:
- Jaén (6,3),
- Ciudad Real,
- Zamora
- und Badajoz (alle – 7,1).
Was die autonomen Gemeinschaften betrifft, so ist die Miete in den letzten 12 Monaten in allen gestiegen, am stärksten in:
- Castilla-La Mancha (11,7%),
- La Rioja (10,6%),
- Madrid (10,4%),
- Andalusien (9,9%),
- Aragón (9,9%),
- der Valencianischen Gemeinschaft (9,7%)
- und Castilla y León (9,5%).
Der geringste Anstieg wurde in Katalonien verzeichnet – 3%.
Madrid ist die autonome Gemeinschaft mit den höchsten Mieten, die 20,8 Euro/m2 pro Monat erreichen. Es folgen:
- die Balearen (19,1),
- Katalonien (18,6)
- und die Kanarischen Inseln (15,3 Euro/m2).
Am günstigsten ist die Miete in:
- Extremadura (7,3),
- Castilla-La Mancha (8,2)
- und Murcia (9).


