Laut den neuesten Daten des Portals Idealista für Dezember 2025 sind die Preise für Bestandsimmobilien in Spanien im Jahresvergleich um 16,2 % gestiegen und übertrafen damit den Wert des dritten Quartals (15,3 %). Infolge dieses Anstiegs lag der Preis pro Quadratmeter bei 2.639 Euro – ein neues Allzeithoch.

Gründe für den Anstieg und Wohnraummangel

Nach Angaben von Vertretern des Portals ist es Spanien nach der Krise 2008 nicht gelungen, die Produktionskapazitäten wiederherzustellen, wodurch ein enormer Wohnraummangel entstanden ist. Die Bank von Spanien schätzt ihn auf 700.000 Objekte. Angesichts der Tatsache, dass nahezu doppelt so viele Haushalte entstehen, wie neue Wohneinheiten gebaut werden, hat das Problem keine Aussicht auf eine Lösung. Zunächst muss der Kriminalisierung des Bauens, populistischem Lärm und politischer Blindheit ein Ende gesetzt werden, die die Nutzung von Mechanismen – wie dem „Bodengesetz“ – behindern, die die Schaffung neuen Wohnraums beschleunigen würden. Gleichzeitig müssen Neubauten an die neuen Bedürfnisse der Gesellschaft angepasst werden, die nicht mehr dieselbe ist wie vor 30 Jahren, und bezahlbar gemacht werden.

Wo die Preise am schnellsten steigen: Provinzhauptstädte

In allen Provinzhauptstädten liegen die Preise für Bestandsimmobilien höher als vor einem Jahr. Beim Preiswachstum führt León (20,4 %), gefolgt von Santa Cruz de Tenerife (20,2 %), Santander (19,4 %) und Salamanca (17,9 %). Auch in den großen Märkten sind die Preise deutlich gestiegen:

  • Madrid (17,5 %).
  • Valencia (15,3 %).
  • Palma (14,5 %).
  • San Sebastián (13,5 %).
  • Sevilla (12,9 %).
  • Málaga (12,4 %).
  • Bilbao (11,5 %).
  • Alicante (10,7 %).
  • Barcelona (9,4 %).

Der geringste Anstieg wurde hingegen verzeichnet in:

  • Las Palmas (0,9 %).
  • Huesca (1,1 %).
  • Ceuta (1,2 %).
  • Cádiz (1,3 %).

Die teuersten und die günstigsten Städte

Die teuersten Immobilien in Spanien werden verkauft in:

  • San Sebastián (6.450 Euro/m2).
  • Madrid (5.820 Euro/m2).
  • Barcelona (5.144 Euro/m2).
  • Palma (5.086 Euro/m2).
  • Bilbao (3.893 Euro/m2).

und die günstigsten – in Zamora (1.281 Euro/m2). Die Höchstpreise im September 2025 wurden in 14 der 52 analysierten Provinzhauptstädte erreicht, darunter unter anderem San Sebastián, Madrid, Barcelona, Palma, Bilbao, Valencia und Sevilla.

Entwicklung in den autonomen Gemeinschaften

In den letzten 12 Monaten sind die Preise in allen autonomen Gemeinschaften gestiegen. Am stärksten war der Anstieg in:

  • Murcia (23,6 %).
  • Madrid (21 %).
  • Andalusien (18,9 %).
  • Kantabrien (18,6 %).
  • der Valencianischen Gemeinschaft (17,3 %).
  • Asturien (16 %).
  • dem Baskenland (11,2 %).
  • Katalonien (11,1 %).
  • den Kanarischen Inseln (10,7 %).

Am geringsten stiegen die Preise in:

  • Navarra (2,4 %).
  • Galicien (4,9 %).
  • Extremadura (5 %).
  • Kastilien und León (6,5 %).
  • Aragonien (7,5 %).
  • La Rioja (8,1 %).
  • Kastilien–La Mancha (8,8 %).
  • den Balearischen Inseln (9,6 %).

Die Balearischen Inseln bleiben die autonome Gemeinschaft mit den teuersten Bestandsimmobilien (5.160 Euro/m2) – ein neuer Rekord. Es folgen Madrid (4.562 Euro/m2), das Baskenland (3.421 Euro/m2) und die Kanarischen Inseln (3.150 Euro/m2). Am günstigsten ist der Immobilienkauf in:

  • Extremadura (1.035 Euro/m2).
  • Kastilien–La Mancha (1.041 Euro/m2).
  • Kastilien und León (1.296 Euro/m2).

Anstieg nach Provinzen und Preisführer

Die Preise sind im Jahresvergleich in fast allen spanischen Provinzen gestiegen – außer in Ourense (-2,9 %) und Teruel (-1,7 %). Den stärksten Anstieg gab es in Murcia (23,6 %), Valencia (22,8 %), Madrid (21 %), Kantabrien (18,6 %), Asturien (16 %), Toledo (15,7 %), Almería (15,6 %) und Málaga (15,4 %). In der Provinz Barcelona lag er bei 11 %. Die Rangliste der teuersten Provinzen führen die Balearischen Inseln (5.160 Euro/m2) an, gefolgt von Madrid (4.562 Euro/m2), Gipuzkoa (4.189 Euro/m2), Málaga (4.047 Euro/m2), Santa Cruz de Tenerife (3.327 Euro/m2), Bizkaia (3.293 Euro/m2) und Barcelona (3.124 Euro/m2). Die günstigsten Optionen für Bestandsimmobilien finden sich vor allem in:

  • Ciudad Real (769 Euro/m2).
  • Jaén (863 Euro/m2).
  • Cuenca (873 Euro/m2).

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