Die Stadtverwaltung von Alcalá de Henares, in der Autonomen Gemeinschaft Madrid, hat das größte Stadtentwicklungsprojekt der letzten Jahrzehnte vorgestellt. Auf dem Gelände der ehemaligen Roca-Fabrik soll ein neues Viertel mit dem Namen „Roca City“ entstehen.

Geschichte des ehemaligen Roca-Werksgeländes

Anfang der 1960er Jahre errichtete das Unternehmen Roca hier einen großen Komplex mit einer großen Porzellan-Produktionshalle, Werkstätten sowie mehreren kleineren Gebäuden zur Herstellung von Badewannen und Heizkörpern. Der Komplex umfasst rund 208 500 m2 und liegt in unmittelbarer Nähe zum historischen Stadtzentrum, das zum UNESCO-Welterbe zählt.

Was das Projekt „Roca City“ vorsieht

Der Masterplan des Projekts, das sich derzeit noch in einem sehr frühen Stadium befindet, umfasst:

  • die Umwandlung des veralteten Werks in ein „ökologisches Quartier“ mit 2500–3000 Wohneinheiten, von denen mindestens 20% Sozialwohnungen sein sollen;
  • die Schaffung umfangreicher Fußgängerzonen, neuer Erholungsflächen, einer Handelszone sowie eines Parkplatzes mit 400 Stellplätzen zur Verbesserung von Erreichbarkeit und Mobilität im Stadtzentrum;
  • außerdem ist die Anlage von mehr als 80 000 m2 Grünflächen sowie eines multifunktionalen Gebäudes für Kongresse, Ausstellungen sowie kulturelle und geschäftliche Veranstaltungen geplant.

Wie sich Alcalá de Henares verändern wird

Das Projekt soll Stadtteile miteinander verbinden, die Fußgänger-Mobilität verbessern, den ökologischen und kulturellen Wert des Gebiets steigern und die Position von Alcalá de Henares als Universitätsstadt sowie als Ort für Kultur- und Tourismusveranstaltungen stärken. Das Design des „Ökoquartiers“ stellt Fußgänger in den Mittelpunkt, und die Gebäude sind so konzipiert, dass ihre Höhe mit zunehmender Entfernung vom historischen Zentrum schrittweise zunimmt, um eine bessere visuelle und landschaftliche Integration zu erreichen.

Kontext und ein ähnliches Projekt in Katalonien

Das Projekt zur städtebaulichen Transformation dieses Areals, das jahrelang brachlag, nahm 2023 Gestalt an. Letztlich geht es um ein neues Konzept der Stadtentwicklung, das europäischen Modellen entspricht, die Funktionalität, Inklusion, ökologische Wiederherstellung und die Anpassung an die Bedürfnisse der Menschen priorisieren.

Es wird davon ausgegangen, dass die Roca-Gruppe die Bebauung und den Verkauf der Wohnungen entsprechend dem Projekt übernehmen wird, das vor einigen Monaten in Barcelona angekündigt wurde: die Entwicklung eines neuen Viertels zwischen Gavà und Viladecans auf Flächen von 32 Hektar. Der Komplex, bekannt als „Roca City Gavà Viladecans“, soll Arbeitsflächen, 2700 Wohneinheiten (40% davon Sozialwohnungen) sowie einen großen Stadtpark umfassen; das Projektvolumen liegt bei rund 250 Millionen Euro.

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